JTL-Wawi Abfragen ohne SQL: Auswertungen mit DBFLOW erstellen, mit Beispielen

Visuelle Pipeline zum Erstellen von JTL-Wawi Abfragen ohne SQL mit DBFLOW

JTL-Wawi Abfragen ohne SQL: Das Wichtigste in Kürze

JTL-Wawi Abfragen ohne SQL sind möglich, wenn ein Werkzeug die SQL-Arbeit übernimmt. Genau dafür hat RemotaTech DBFLOW gebaut: Sie klicken eine Auswertung aus Bausteinen zusammen, DBFLOW schreibt die Abfrage und führt sie gegen Ihre JTL-Wawi-Datenbank aus.

  • Kein SQL nötig: Tabelle wählen, verknüpfen, filtern, gruppieren, sortieren. Das SQL entsteht im Hintergrund und ist live sichtbar.
  • Direkt aus der Datenbank: Ergebnisse erscheinen als sortierbare Tabelle und lassen sich als CSV exportieren.
  • Vorlagen zum Start: Fertige Berichte wie "Neueste Aufträge", "Stornierte Aufträge" und "Aufträge pro Kunde" lassen sich anpassen.
  • Sichere Verbindung: Zugangsdaten werden mit AES-256-GCM verschlüsselt im Browser gespeichert.
  • Frei verfügbar: DBFLOW liegt quelloffen auf GitHub unter github.com/RemotaTech/JTL-DB-FLOW.

Warum Auswertungen aus JTL-Wawi oft am SQL scheitern

Die interessanten Kennzahlen liegen in der JTL-Wawi-Datenbank: Aufträge pro Kunde, Stornoquote, Artikel mit knappem Bestand, Umsatz je Zeitraum. Die Standardauswertungen decken aber nicht jede Frage ab, und für eigene Abfragen braucht man SQL und Wissen über die Tabellenstruktur.

In vielen Unternehmen heißt das: Ticket an die IT oder an einen Dienstleister, warten, Ergebnis prüfen, nachbessern. Für eine einmalige Frage lohnt sich dieser Aufwand selten. DBFLOW schließt die Lücke zwischen starren Standardberichten und einem großen BI-System.

Vorlagen statt leerer SQL-Konsole

Beim Start fragt DBFLOW "Was möchten Sie auswerten?" und zeigt darunter eine Suche über Vorlagen und Community-Berichte. Eigene Berichte finden Sie unter "Meine Berichte". Jede Vorlage zeigt an, aus wie vielen Pipeline-Schritten sie besteht.

DBFLOW Startbildschirm mit Vorlagen und gespeicherten Berichten für JTL-Wawi Auswertungen
Abb. 1: Vorlagen und eigene Berichte auf einen Blick, der Einstiegspunkt in DBFLOW

Statt bei null anzufangen, wählen Sie eine Vorlage, passen Filter und Spalten an und haben nach wenigen Minuten ein Ergebnis. Über den Community Hub können Sie außerdem Berichte anderer JTL-Nutzer suchen, nach Schlagworten filtern und mit einem Klick in Ihre Arbeitsfläche importieren.

Sichere Verbindung zur JTL-Wawi-Datenbank

Bevor eine Abfrage läuft, verbindet sich DBFLOW mit der MSSQL-Datenbank Ihrer JTL-Wawi. Der Dialog fragt Server, Port, optionale Instanz, Datenbankname, Benutzer und Passwort ab. Dazu wählen Sie Ihre JTL-Wawi-Version, damit DBFLOW die passenden Tabellen und Spalten kennt.

Sichere, verschlüsselte Datenbankverbindung zwischen DBFLOW und der JTL-Wawi SQL-Datenbank
Abb. 2: Verbindungsaufbau zur JTL-Wawi-Datenbank, verschlüsselt und lokal gespeichert

Für IT-Verantwortliche sind drei Punkte wichtig:

  • Verschlüsselung: Zugangsdaten werden mit AES-256-GCM verschlüsselt im Browser gespeichert, nicht im Klartext.
  • Lokale Bridge: Die Verbindung zur Datenbank läuft über einen kleinen Bridge-Dienst auf demselben Rechner. Die Zugangsdaten gehen nur an diesen Dienst und an Ihren eigenen SQL-Server.
  • Versionen: DBFLOW bringt Schema-Stände für JTL-Wawi ab Version 1.11 bis zu den 2er-Versionen mit.

Die Bausteine: So entsteht eine Abfrage ohne SQL

Jede Abfrage in DBFLOW ist eine Kette von Bausteinen auf einer Arbeitsfläche. Jeder Baustein steht für einen Teil der SQL-Abfrage, den Sie nicht selbst schreiben müssen.

Baustein in DBFLOWWas er machtEntspricht in SQL
TabelleAusgangstabelle und Spalten wählenFROM
VerknüpfungZweite Tabelle anbinden (nur Treffer, links, rechts)JOIN
FilterBedingungen auf Spalten setzenWHERE
AggregationGruppieren und zählen oder summierenGROUP BY / HAVING
SortierungAuf- oder absteigend ordnenORDER BY
SpaltenauswahlSichtbare Spalten und Namen festlegenSELECT
EindeutigDoppelte Zeilen entfernenDISTINCT
FormatierungDatum, Zahlen und Text formatierenCAST / CONVERT
Visueller Pipeline-Editor von DBFLOW zum schrittweisen Aufbau einer JTL-Wawi Abfrage ohne SQL
Abb. 3: Nachvollziehbare Schritte statt einer langen SQL-Abfrage

Jeder Schritt lässt sich einzeln bearbeiten und über "Ausführen" sofort testen. Sie sehen nach jeder Änderung, was der Schritt bewirkt. Das ist der größte Unterschied zu einer langen Abfrage, die man bei einem Fehler Zeile für Zeile durchgehen muss.

Drei Beispiele für JTL-Wawi Abfragen ohne SQL

Die folgenden Beispiele zeigen typische Fragen aus dem Alltag und die Bausteine, mit denen Sie sie in DBFLOW beantworten. Tabellen- und Spaltennamen können sich je nach JTL-Wawi-Version leicht unterscheiden. DBFLOW zeigt Ihnen beim Auswählen nur die Spalten an, die es in Ihrer Version gibt.

Beispiel 1: Welche Kunden bestellen am häufigsten?

Diese Auswertung entspricht der Vorlage "Aufträge pro Kunde" und eignet sich für Vertrieb und Geschäftsführung.

  1. Tabelle: Verkauf.tAuftrag als Quelle wählen.
  2. Verknüpfung: Kundentabelle tKunde über kKunde anbinden, Join-Typ "Nur Treffer".
  3. Aggregation: Nach cKundenNr gruppieren und die Aufträge zählen.
  4. Sortierung: Absteigend nach der Anzahl der Aufträge.
  5. Spaltenauswahl: Kundennummer und Anzahl anzeigen, Spalten verständlich umbenennen.

Mit einem zusätzlichen Filter auf das Auftragsdatum wird daraus eine Auswertung für das laufende Jahr oder ein Quartal.

DBFLOW Pipeline-Builder mit den Schritten Quelle, Verknüpfung, Gruppierung, Sortierung, Spalten und Formatierung
Abb. 4: Eine komplette Abfrage-Pipeline im Original-Interface von DBFLOW

Beispiel 2: Welche Artikel werden knapp?

Für Einkauf und Lager zählt der verfügbare Bestand. In der JTL-Wawi-Datenbank liegen Artikelstammdaten und Bestände in getrennten Tabellen, die über die interne Artikel-ID verbunden sind.

  1. Tabelle: Die Artikeltabelle tArtikel mit Artikelnummer und Name wählen.
  2. Verknüpfung: Die Bestandstabelle tlagerbestand über kArtikel anbinden.
  3. Filter: Verfügbaren Bestand kleiner als Ihren Mindestwert setzen, zum Beispiel 10.
  4. Sortierung: Aufsteigend nach verfügbarem Bestand, die knappsten Artikel stehen oben.
  5. Spaltenauswahl: Artikelnummer, Name und verfügbaren Bestand anzeigen.

Das Ergebnis exportieren Sie als CSV und geben es an den Einkauf weiter. Den Mindestwert können Sie jederzeit im Filter ändern, ohne die übrige Abfrage anzufassen.

Beispiel 3: Wie viele Aufträge wurden storniert?

Die Vorlage "Stornierte Aufträge" ist ein guter Startpunkt, um Stornos regelmäßig zu prüfen.

  1. Vorlage öffnen: "Stornierte Aufträge" laden.
  2. Filter ergänzen: Auf einen Zeitraum einschränken, etwa den letzten Monat.
  3. Aggregation: Nach Kunde gruppieren, wenn Sie Häufungen erkennen wollen.
  4. Formatierung: Datumsfelder lesbar formatieren.
  5. Speichern: Unter "Meine Berichte" ablegen und monatlich erneut ausführen.

Typische Fehler bei eigenen Auswertungen

Die meisten Probleme entstehen nicht im Tool, sondern bei der Frage, welche Daten zusammengehören. Diese Punkte sehen wir in Projekten am häufigsten:

  • Falscher Join-Typ: "Nur Treffer" blendet Datensätze ohne Gegenstück aus, etwa Artikel ohne Bestandseintrag. Wer alle Artikel sehen will, braucht eine linke Verknüpfung.
  • Doppelte Zeilen: Verknüpfungen auf Positionen oder Lager vervielfachen Zeilen. Prüfen Sie Summen und nutzen Sie bei Bedarf den Baustein "Eindeutig" oder eine Aggregation.
  • Falsche Version: Ist in der Verbindung eine andere JTL-Wawi-Version gewählt als installiert, passen Spalten nicht. Nach einem Update die Version in DBFLOW nachziehen.
  • Zu breite Rechte: Ein SQL-Benutzer mit Schreibrechten ist für Auswertungen unnötig. Ein lesender Benutzer reicht.

Selbst machen oder machen lassen?

Für einzelne Fragen zu Aufträgen, Kunden oder Beständen reicht DBFLOW mit den Vorlagen meist aus. Wer regelmäßig dieselben Kennzahlen braucht, speichert die Berichte und führt sie bei Bedarf erneut aus.

Unterstützung lohnt sich, wenn mehrere Abteilungen feste Berichte brauchen, die Datenbank auf einem eigenen Server läuft und der Zugriff sauber geregelt werden muss oder wenn Auswertungen in andere Systeme fließen sollen. Dann richten wir Verbindung, Leserechte und die wichtigsten Berichte einmal ordentlich ein.

Das übernimmt RemotaTech

RemotaTech hat DBFLOW entwickelt und kennt die JTL-Wawi-Datenbank aus vielen Projekten. Als JTL-Servicepartner aus Wesseling zwischen Köln und Bonn betreuen wir Unternehmen in ganz Deutschland, remote oder in der Region vor Ort.

  • Einrichtung: Wir installieren JTL DB Flow, legen einen lesenden SQL-Benutzer an und verbinden das Tool mit Ihrer Datenbank.
  • Berichte: Wir bauen die Auswertungen, die Ihr Team regelmäßig braucht, und speichern sie als Vorlagen.
  • Erweiterungen: Zusätzliche Funktionen oder Schnittstellen setzen wir als individuelles Projekt in der Software-Entwicklung um.
  • Laufende Betreuung: Updates, Datenbankpflege und Support rund um die JTL-Wawi beschreiben wir im Beitrag zu JTL-Wawi Wartung und Support.

Jetzt mit DBFLOW starten

Sie können DBFLOW direkt von GitHub laden und Ihre ersten JTL-Wawi Abfragen ohne SQL selbst bauen. Wenn Sie Einrichtung, Rechte und Ihre wichtigsten Berichte lieber in einem Schritt erledigen möchten, sprechen Sie uns an.

Schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder vereinbaren Sie eine erste Beratung. Telefonisch erreichen Sie uns unter +49 155 10619328. Den Aufwand schätzen wir nach dem Erstgespräch und machen Ihnen ein Festpreis-Angebot.

Häufige Fragen

Kann ich JTL-Wawi Abfragen ohne SQL-Kenntnisse erstellen?

Ja. Mit DBFLOW bauen Sie eine Abfrage aus Bausteinen wie Tabelle, Verknüpfung, Filter, Aggregation und Sortierung zusammen. Das Tool erzeugt daraus das SQL selbst und zeigt es live an. Sie sehen das Ergebnis sofort als Tabelle und können es als CSV exportieren, ohne eine Zeile Code zu schreiben.

Ist DBFLOW kostenlos?

DBFLOW ist quelloffen auf GitHub verfügbar und steht unter der Sustainable Use License. Sie dürfen es kostenlos privat und intern im eigenen Unternehmen nutzen, auch für eigene Produkte oder Dienstleistungen. Nicht erlaubt ist, DBFLOW weiterzuverkaufen oder als konkurrierenden gehosteten Dienst anzubieten.

Kann DBFLOW Daten in JTL-Wawi verändern?

DBFLOW ist für lesende Auswertungen gebaut und führt SELECT-Abfragen aus. Zusätzlich empfehlen wir einen eigenen SQL-Benutzer mit reinen Leserechten statt des sa-Kontos. So ist auch auf Datenbankebene sicher ausgeschlossen, dass eine Auswertung Aufträge, Artikel oder Bestände in Ihrer JTL-Wawi verändert.

Mit welchen JTL-Wawi-Versionen funktioniert DBFLOW?

DBFLOW bringt Schema-Stände für JTL-Wawi ab Version 1.11 bis zu den 2er-Versionen mit. Sie wählen Ihre Version in der Verbindung aus, und DBFLOW nutzt dann die passenden Tabellen und Spalten. Prüfen Sie nach einem größeren Wawi-Update gespeicherte Berichte einmal kurz.

Wo werden meine Datenbank-Zugangsdaten gespeichert?

Die Zugangsdaten werden im Browser mit AES-256-GCM verschlüsselt gespeichert. Für die Verbindung zur MSSQL-Datenbank nutzt DBFLOW einen kleinen Bridge-Dienst, der auf demselben Rechner läuft. Die Daten gehen nur an diesen lokalen Dienst und an Ihren eigenen SQL-Server, nicht an einen fremden Server.

Kann RemotaTech DBFLOW einrichten oder Auswertungen für uns bauen?

Ja. RemotaTech hat DBFLOW entwickelt, richtet das Tool samt lesendem SQL-Benutzer bei Ihnen ein und baut auf Wunsch die Berichte, die Ihr Team regelmäßig braucht. Größere Erweiterungen setzen wir als individuelles Softwareprojekt um. Sprechen Sie uns über das Kontaktformular oder telefonisch an.

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