JTL-Ameise Import: Lieferantendaten mit Merkmalen, Attributen und Bildern in JTL-Wawi einspielen

JTL-Ameise Import: Lieferantendaten werden heruntergeladen, sortiert und in JTL-Wawi eingespielt

JTL-Ameise Import: Das Wichtigste in Kürze

Mit dem JTL-Ameise Import bringen Sie Lieferantendaten, Merkmale, Attribute und Produktbilder per CSV-Datei in JTL-Wawi, statt sie Artikel für Artikel von Hand zu pflegen. Entscheidend ist nicht der Klick auf „Import starten“, sondern die Vorbereitung davor.

  • Die JTL-Ameise ist das vorlagengesteuerte Import- und Export-Werkzeug für JTL-Wawi.
  • Jeder Import folgt demselben Muster: Datei laden, Standardwerte setzen, Felder zuordnen, Einstellungen wählen.
  • Eine gespeicherte Importvorlage spart beim nächsten Lieferanten-Upload die meisten Schritte.
  • Der Testlauf („Testen / Trockenlauf“) zeigt Fehler, bevor sich die Datenbank ändert.
  • Vor jedem Import gehört eine Datenbanksicherung dazu, denn rückgängig machen lässt sich ein Import nicht.
  • Die meiste Arbeit steckt in der Aufbereitung der Lieferantendaten. Genau die übernehmen wir auf Wunsch komplett.

Warum Lieferantendaten selten importfertig sind

Neue Lieferanten, neue Sortimente, tausende Artikel, und jedes Mal dasselbe Problem: Die Daten kommen in sehr unterschiedlichen Formaten. Mal eine Excel-Liste, mal ein CSV-Export, dazu Produktbilder in einem ZIP-Ordner und Merkmale, die nirgends sauber zugeordnet sind.

Wer das manuell in JTL-Wawi pflegt, verliert Tage und schleppt Fehler mit, die später im Shop auffallen. Der bessere Weg: Lieferantendaten herunterladen, sortieren und aufbereiten, dann strukturiert per JTL-Ameise importieren. Das funktioniert bei wenigen Artikeln genauso wie bei 100.000 Artikeln.

Lieferantendaten werden gesammelt, sortiert und für den Import in JTL-Wawi vorbereitet
Abb. 1: Sammeln, sortieren, aufbereiten. Erst dann geht es in den Import.

JTL-Ameise Grundlagen: So ist ein Import aufgebaut

Die JTL-Ameise beschreibt JTL selbst als flexibles, vorlagengesteuertes Import- und Export-Werkzeug für JTL-Wawi. Sie deckt Artikel, Bilder, Variationen, Merkmale, Lieferanten, Kunden, Aufträge und Bestände in JTL-WMS ab. Für jede Importart gibt es einen eigenen Dialog, der Aufbau ist aber immer gleich.

JTL weist ausdrücklich darauf hin, dass das Werkzeug solide Vorkenntnisse verlangt. Ein falsch konfigurierter Import kann viele Datensätze auf einmal verändern. Deshalb lohnt es sich, die einzelnen Bereiche zu kennen.

Datei laden und CSV-Einstellungen

Die Importdatei ist eine CSV-Datei. Sie wählen die Datei aus und lesen sie mit „Datei laden“ ein. Dabei legen Sie fest, ob eine Kopfzeile vorhanden ist, welches Trennzeichen gilt (häufig das Semikolon) sowie Quote- und Escape-Zeichen. Die Datei darf währenddessen nicht in Excel oder einem anderen Programm geöffnet sein.

Eine Kopfzeile ist nicht Pflicht, aber sehr hilfreich. Spalten mit passenden Namen ordnet die JTL-Ameise automatisch zu und markiert sie in der Vorschau grün.

Standardwerte

Standardwerte gelten für alle neuen Datensätze der Datei, ohne dass dafür eine Spalte nötig ist, zum Beispiel ein Ländercode oder der Aktiv-Status. Wichtig: Bei Datensätzen, die nur aktualisiert werden, greifen die Standardwerte nicht. Was aktualisiert werden soll, muss als Spalte in der Datei stehen.

Zuordnung der Felder

Im Bereich „Datenbankfelder zuordnen“ verbinden Sie jede Spalte der Importdatei mit dem passenden Feld in JTL-Wawi. Eine Spalte darf mehreren Feldern zugeordnet sein. Spalten ohne Zuordnung werden nicht importiert.

Mindestens ebenso wichtig ist die Identifizierung. Beim Artikelimport wählen Sie, woran JTL-Wawi bestehende Artikel erkennt: Artikelnummer, EAN, Artikelname, HAN, Lieferanten-Artikelnummer oder interner Schlüssel. Trifft das Kriterium auf mehrere Artikel zu, werden alle aktualisiert. Eine nicht eindeutige EAN kann also mehr verändern als gedacht.

Importart und Vorlagen

Über die Importart legen Sie fest, was passiert: neue Artikel importieren und vorhandene aktualisieren, nur vorhandene aktualisieren oder nur neue importieren. Für Lieferantendaten in Artikeln gibt es zusätzlich die Wahl, bestehende Lieferantenzuordnungen zu behalten oder vorher zu löschen.

Ist alles eingestellt, speichern Sie die Konfiguration als Importvorlage. Beim nächsten Import desselben Lieferanten laden Sie die Vorlage über „Vorlage wählen“ und laden die Datei danach erneut, damit die Zuordnung greift. Aus einem einmaligen Projekt wird so ein wiederholbarer Prozess.

Testlauf vor dem echten Import

Mit „Testen / Trockenlauf“ prüft die JTL-Ameise die Datei Zeile für Zeile gegen den aktuellen Datenbestand, ohne etwas zu ändern. Der Bericht zeigt pro Datensatz, ob er neu angelegt oder aktualisiert würde, und listet Warnungen und Fehler in eigenen Registerkarten. Fehlerhafte Zeilen lassen sich als CSV speichern und gezielt korrigieren.

Erst wenn der Testlauf ohne Fehler durchläuft, starten Sie den echten Import. Bricht ein Import ab, bleiben bereits geänderte Daten erhalten.

Schritt 1: Lieferantendaten herunterladen

Am Anfang steht die Beschaffung, und die ist selten bequem. Daten liegen auf Portalen, in FTP-Verzeichnissen, hinter einer API oder schlicht als Datei-Download. Wir holen alles ein: Produktdaten, Merkmale und Attribute sowie Bilder, aus der jeweils verfügbaren Quelle.

Herunterladen von Produktdaten, Merkmalen, Attributen und Bildern
Abb. 2: Produktdaten, Merkmale und Bilder aus den Lieferantenquellen.

Bilder gehören dazu, nicht nur Tabellen. Für den Bildimport braucht die JTL-Ameise einen eindeutigen Identifikator wie die Artikelnummer und den Bildpfad. Das kann ein lokaler Ordner oder eine vollständige Internetadresse sein. Online-Bilder müssen ohne Login erreichbar sein, sonst kann die JTL-Ameise sie nicht abrufen.

Schritt 2: Sortieren und aufbereiten

Rohdaten sind nie importfertig. Hier passiert die eigentliche Arbeit, und hier entscheidet sich die Datenqualität im Shop:

  • Spalten zuordnen: Lieferantenfelder auf die richtigen JTL-Wawi-Felder abbilden und eine Kopfzeile mit eindeutigen Namen anlegen.
  • Merkmale und Attribute strukturieren: Werte vereinheitlichen, Einheiten normieren, Varianten korrekt anlegen.
  • Bilder zuordnen: Dateinamen mit Artikelnummern verknüpfen und Pfade einheitlich setzen.
  • Bereinigen: Dubletten entfernen, Pflichtfelder prüfen, Kategorien sauber setzen.
  • Identifikator festlegen: Ein Feld wählen, das wirklich eindeutig ist, meist die Artikelnummer oder die Lieferanten-Artikelnummer.

Merkmale, Attribute und Eigene Felder haben im JTL-Guide eine eigene Importart. Sinnvoll ist deshalb oft ein Ablauf in mehreren Dateien: erst die Artikelstammdaten, dann Merkmale und Attribute, dann die Bilder. So bleibt jeder Import überschaubar und lässt sich einzeln testen.

Schritt 3: Import mit der JTL-Ameise

Sind die Daten aufbereitet, folgt der Import nach dem oben beschriebenen Muster: Datei laden, Vorlage wählen oder Felder zuordnen, Importart und Identifizierung festlegen, Testlauf, dann der echte Import. Bei großen Katalogen bewährt es sich, zuerst eine kleine Datei mit wenigen Artikeln einzuspielen und das Ergebnis in JTL-Wawi und im Shop zu prüfen.

Import der aufbereiteten Daten per JTL-Ameise in JTL-Wawi
Abb. 3: Die JTL-Ameise spielt die aufbereiteten Daten strukturiert in JTL-Wawi ein.

Für wiederkehrende Importe gibt es eine Kommandozeilen-Version der JTL-Ameise. Damit lassen sich gespeicherte Vorlagen automatisiert ausführen, etwa für regelmäßige Preis- oder Bestandsupdates eines Lieferanten. Wer zusätzlich Dropshipping betreibt, findet im Beitrag zu Dropshipping mit JTL-Wawi den passenden Ablauf für Lieferantenbestände.

Skalierung des JTL-Ameise Imports von wenigen Artikeln bis 100.000 Artikel
Abb. 4: Der Ablauf bleibt gleich, nur die Menge wächst.

Typische Fehler beim JTL-Ameise Import

FehlerFolgeLösung
Datei noch in Excel geöffnetDatei lässt sich nicht ladenDatei schließen, erneut laden
Falsches TrennzeichenSpalten werden falsch erkanntCSV-Einstellungen prüfen
Nicht eindeutiger IdentifikatorMehrere Artikel werden überschriebenArtikelnummer statt EAN oder Name nutzen
Spalte nicht zugeordnetFeld bleibt leerZuordnung im Testlauf prüfen
Standardwerte bei Aktualisierung erwartetWerte ändern sich nichtWerte als Spalte in die Datei aufnehmen
Bilder hinter LoginBilder fehlen nach dem ImportÖffentlich erreichbare Pfade oder lokalen Ordner nutzen

Selbst machen oder machen lassen?

Einen einzelnen, sauberen Lieferanten mit wenigen hundert Artikeln importieren viele Händler selbst, sobald sie die JTL-Ameise kennen. Aufwendig wird es bei mehreren Lieferanten mit unterschiedlichen Formaten, bei Variationen, umfangreichen Merkmalen und Bildern oder wenn die Daten regelmäßig aktualisiert werden müssen.

Dann lohnt sich ein Dienstleister, der Aufbereitung, Vorlagen und Tests einmal sauber aufsetzt. Danach läuft der nächste Upload deutlich schneller, auch wenn Sie ihn selbst ausführen.

Das übernimmt RemotaTech

Wir übernehmen die komplette Kette: Download, Aufbereitung und JTL-Ameise Import in JTL-Wawi, inklusive Merkmale, Attribute und Bilder, mit Testlauf und Kontrolle im Shop. Als JTL-Servicepartner aus Wesseling zwischen Köln und Bonn arbeiten wir für Kunden in ganz Deutschland, remote oder in der Region vor Ort.

Brauchen Sie individuelle Quellenanbindungen oder automatisierte, wiederkehrende Importe, ergänzen wir das mit passender Schnittstellen- und Softwareentwicklung. Damit die Daten im Verkauf wirken, sorgen wir für die saubere Übergabe in Ihren JTL-Shop. Rund um Einrichtung und Betrieb hilft unser Service für JTL-Wawi.

Sie haben einen neuen Lieferanten oder einen großen Katalog vor sich? Schreiben Sie uns kurz oder vereinbaren Sie eine erste Beratung. Sie erhalten ein Festpreis-Angebot nach dem Erstgespräch.

Häufige Fragen

Was ist die JTL-Ameise?

JTL beschreibt die JTL-Ameise als flexibles, vorlagengesteuertes Import- und Export-Werkzeug für JTL-Wawi. Damit spielen Sie Artikel, Bilder, Merkmale, Lieferanten, Kunden oder Aufträge per CSV-Datei ein, exportieren Daten wieder heraus und ändern bestehende Datensätze in großer Menge. Wiederkehrende Abläufe speichern Sie als Vorlage.

Welche Daten kann ich mit der JTL-Ameise importieren?

Laut JTL-Guide unter anderem Artikeldaten, Artikelbilder, Variationen, Attribute, Merkmale und Eigene Felder, Staffel- und Grundpreise, Hersteller, Lieferantendaten und Lieferantenbestellungen, Kundendaten, Aufträge sowie Bestände in JTL-WMS. Für jede Importart gibt es einen eigenen Dialog mit passenden Feldern, Einstellungen und einem Testlauf vor dem echten Import.

Was ist der Testlauf beim JTL-Ameise Import?

Der Testlauf, in der Oberfläche „Testen / Trockenlauf“, prüft die Importdatei Zeile für Zeile gegen den aktuellen Datenbestand, ohne etwas zu ändern. Der Bericht zeigt pro Datensatz, ob er neu angelegt oder aktualisiert würde, und listet Warnungen und Fehler. Erst wenn er sauber durchläuft, starten Sie den echten Import.

Wie importiere ich Produktbilder mit der JTL-Ameise?

Sie brauchen eine CSV-Datei mit einem eindeutigen Identifikator, etwa der Artikelnummer, und dem Bildpfad. Das kann ein lokaler Ordner oder eine vollständige Internetadresse sein. Online-Bilder müssen ohne Login erreichbar sein. Bei relativen Pfaden tragen Sie den Ordner im Schritt Präfix/Suffix ein.

Kann ich einen JTL-Ameise Import rückgängig machen?

Nein, einen Rückgängig-Knopf gibt es nicht. Bricht ein Import ab, bleiben bereits geänderte Daten erhalten. JTL empfiehlt deshalb vor jedem Import eine Datenbanksicherung. Mit dieser Sicherung und einem vorherigen Testlauf lassen sich Fehler früh erkennen oder der alte Stand wiederherstellen.

Kann ich Aufträge aus einem anderen Shopsystem in JTL-Wawi importieren?

Ja, die JTL-Ameise hat eine eigene Importart für Aufträge. Dabei entscheidet der Artikel-Identifikator, etwa Artikelnummer oder EAN, ob Positionen den richtigen Artikeln zugeordnet werden. Für mehrere Shopsysteme beschreibt der JTL-Guide außerdem eigene Wege zur Datenübernahme. Prüfen Sie Preise und Zuordnung im Testlauf.

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